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Presse

PM Palliativnetz Freiheitseinschränkung Das Team mit Referentin Frauke Hees links im Bild

Fürsorge und Selbstbestimmung –eine mitunter schwierige Balance im Pflegealltag Auftaktveranstaltung des Ethiknetzes Peine zu freiheitsentziehenden Maßnahmen Peine. Fast 40 Teilnehmer waren der Einladung des Palliativnetzes zu einer Veranstaltung überfreiheitseinschränkende Maßnahmen ins Speehaus gefolgt.
Die Psychologin und Improvisationsschauspielerin Frauke Nees moderierte ein interaktives und erlebnisorientiertes Seminar und nahm die Teilnehmer mit auf eine Reise zwischen den Polen Fürsorge, Sicherheit, Kontrolle einerseits und Freiheit und Menschenwürde anderseits.
Zunächst aber stellte die Vorsitzende Dorit Lonnemann die Arbeit des Palliativnetzes vor: „Wir sind neutrale Berater, wenn es um die Betreuung schwerstkranker Menschen geht. Angehörige und Pflegekräfte schätzen oft eine sachkundige und einfühlsame Hilfe von außen. “Anschließend berichteten die Ärzte Frau Dr. Ina Hauptmann und Herr Dr. Peter Tarillion über die Arbeit des Ethiknetzes, das ein Teilprojekt des Palliativnetzes ist: „ Wir führen ethische Fallberatungen durch, um Patienten, Angehörigen und ihren Ärzten in schwierigen Situationen zu helfen, eine angemessene Behandlungsentscheidung zu treffen. Ein weiteres Anliegen ist die Entwicklung von Entscheidungshilfen bei typischen medizinethischen Fragestellungen. “Frauke Nees brachte dann Bewegung ins Spiel. Sie lud die Teilnehmer aus verschiedenen Berufsgruppen und Institutionen zum bekannten Spiel „Schere, Stein, Papier“ ein. Die
Herausforderung war, möglichst keinen Verlierer zu haben. Immer, wenn beide Partner das gleiche Zeichen hatten, wurde das mit Abschlagen (High Five) gefeiert.
Ein Zusammenschnitt aus einem Film über freiheitsentziehende Maßnahmen anschließend führte ins Thema ein.
Bei interaktiven Übungen mit Musik ging es um das eigene Erleben von Führen und Geführt werden sowie Freiheit und Begrenzung. Wie muss Fürsorge erlebbar sein, damit ich Vertrauen haben kann? Ein abschließende lebhafte Diskussion aller Teilnehmer über die Praxis freiheitsentziehender Maßnahmen, Möglichkeiten ihrer Vermeidung und die besondere Bedeutung der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen rundete die Veranstaltung ab.
Es ist geplant, die Impulse dieses Seminars in die Entwicklung einer weiteren Handlungsempfehlung des Ethiknetzes einfließen zu lassen.
Die bereist veröffentlichte Entscheidungshilfe zur künstlichen Ernährung am Lebensende kann über das Palliativnetz bezogen werden.